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Nervige Helfer

Helfen und helfen lassen
Wenn Hilfsangebote nerven

Ich habe Feierabend und freue mich, das ich es geschafft habe, heute früher aus dem Betrieb raus zu kommen. Denn mein Vater hat heute Geburtstag. Leider wehrt die Freude nur kurz, denn ein respektloser helfer, in Kombination mit dem Lockführerstreik verhageln mir das weiter kommen. Ich steige in die Straßenbahn und finde sofort einen angenehmen Stehplatz. Ein Mann bietet mir einen Platz an, was ich ja grundsätzlich sehr nett finde. Da ich jedoch gleich wieder aussteigen musste und einen guten Platz mit Haltestange, in der Nähe der Tür hatte, lehnte ich höflich ab. damit war der Fall für mich erledigt und ich wollte meinen Spiegelartikel zur Flüchtlingssituation im Mittelmeer weiter hören. Aber das sollte nicht sein. De! Der gute Mann regte sich tierisch da!über auf, dass ich sein Hilfsangebot ablehnte. Ich ignorierte ihn., was ihn immer heftiger werden lies. Seinen Versuch, mic: mich in Richtung seines angebotenen Sitzplatzes zu ziehen werte ich sanft und noch mit einigen beruhigenden Worten ab. Alles half nichts. Er fand meine Weigerung unverschämt und ich solle doch froh sein, wenn mir überhaupt jemand hilft.
Bei so etwas, versuche ich ruhig zu bleiben und meine pädagogische Ausbildung nicht zu vergessen.
Die Frage ist immer, wie lange muss man als Opfer einer aufgedrängten Hilfeleistung eigentlich diplomatisch bleiben? Wie lange soll man es dulden, dass jemand jegliche körperliche Distanz verletzt, bis man sich selbst körperlich wehrt?
Als ich hier merkte, dass mit einem normalen Gespräch hier nichts zu erreichen war, stieg ich vorzeitig aus und wollte mit der Ubahn weiterfahren. Letztendlich führte dann genau das dazu, dass ich Die Sbahn verpasste, die aufgrund des Lockführerstreiks nur alle Stunde fuhr.
Nichts war’s mit früher Nachhause kommen. Ich hatte viel Zeit, für meinen Spiegelartikel.
Und weiter gehts. Verspätung der nächsten Bahn im Lockführerstreik, was wiederum dazu führt, dass mir in darmstadt der Bus direkt vo! Der Nase weg fährt. Ich stehe also wieder an einer Haltestelle und habe viel Zeit, den Spiegel zu lesen. Doch da quatscht mich das nächste menschliche Unheil von der Seite an. Ob man mir helfen könne: „danke, alles okay. Ich warte nur auf den Bus.“ . Wo ich denn hin wolle und herkäme usw. Ich wusste ganz genau was kommt. Ich hatte Recht: „Haben Sie mal 2 Euro für einen..“ Den Rest höre ich mir gar nicht mehr an. 1. Gebe ich grundsätzlich kein Geld mehr, da ich damit mehrfach auf die Nase gefallen bin und 2. Finde Ich 2 Euro ganz schön heftig. Ich gebe ihn klar zu verstehen, dass ich genau gewusst habe, dass er Geld von mir will und es von mir nichts gibt. Er macht noch einen Versuch, mich auf meine Augen anzusprechen und wünscht mir dann gute Besserung. Ich bin genervt.
Tatsächlich habe ich früher öfters Geld gegeben, besonders, wenn mir jemand geholfen hat. Leider musste ich aber feststellen, dass es zur Masche geworden ist, jemanden auf sein vermeintliches Problem anzusprechen, einen tief ins gespräch zu verwickeln und gekonnt im richtigen Moment mit seiner Vorstellung der geeigneten Geldsumme rauszurücken. Da bin ich früher oft drauf reingefallen.
Nachdem es mir öfter passiert ist, dass sich der gleiche, der gerade von mir Geld bekommen hat, 20 Meter weiter mir wieder mit einer Forderung auflauerte, im festen Glauben, ich erkenne seine Stimme nicht wieder, habe ich mich entschlossen jegliche Bitten um Geld entschieden abzulehnen. Was mich nicht daran hindert, jemandem mal einen Kaffee auszugeben. a