Nach turbulenten Tagen, nun die Entspannung

Samstag, 19. Oktober 2013

Trotz des ergiebigen Regens der vergangenen Nacht scheint am Morgen schon wieder die Sonne. Nach einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Veranda, heißt es schon wieder Packen. Zum Glück waren inzwischen der Rucksack und unsere Kleidung wieder trocken. Nur die Schuhe, waren trotz mehrstündigem Föhnens immer noch nass von der vorgestrigen Dschungeltour. In einer mehrstündigen Fahrt, werden wir in die Nähe von Alleppey gebracht. Nach den vielfältigen Aktivitäten der letzten Tage, wird es die nächsten Tage etwas ruhiger zugehen. Während Lukas heute mehr mit Kopfhörer Musik hörte, unterhielten Jose und ich uns wieder über Hindu-Mythologie, Schulbildung in Indien und Europa, Familie und über unsere Kinder. Wir hatten einen guten Draht zueinander entwickelt und er weiß, dass er uns auch Dinge fragen kann und uns nicht nur unterhalten muss. Unterwegs kamen wir an Reisfeldern vorbei. Ich nutzte die Gelegenheit, mir Reispflanzen zeigen zu lassen. Ich wollte schon immer mal sehen, wie diese Körnchen, die man seit Jahrzehnten auf dem Teller hat, wachsen.

Irgendwann stockte es auf der Straße. Eine riesige christliche Prozession verlangsamte unsere Fahrt. Ein Zug von mehreren Kilometern, mit gefühlt tausenden von Menschen, Lautsprecherwagen mit Musik und Predigten bewegte sich die schmale Straße entlang. Eine christliche Prozession, eine Art Wallfahrt. Gegen Mittag erreichten wir unser neues Domizil, in der Nähe von Alleppey. Im Hotel „A beach Symphonie“ bekamen wir einen geräumigen Bungalow der ganz besonderen Art. Wir wurden mit dem üblichen Glas Fruchtsaft und einem riesigen Obstkorb mit einheimischen Früchten begrüßt. Und man Staune: vom üblichen Verwaltungsakt des Eincheckens, das immer mit Ausfüllen eines mehr oder weniger umfangreichen Formulars und genauen Studierens der Reisepässe einherging, wollte hier keiner was wissen.
Es geht in Indien also auch ohne. Warum? Das „A Beach Symphonie“ gehört Jan und Christel, einem belgischen Ehepaar, dass sich hier mit zwei Hotels, ein kleines Paradies geschaffen hat. Unser Bungalow hatte zwei geräumige Zimmer, Toilette, Bad und einen eigenen kleinen Garten. Durch die ganzjährig hohen Temperaturen waren Toilette und Bad praktisch nach hinten offen. Durch den hohen Sichtschutz war man Praktisch außer einer kleinen Überdachung im Bad, im Freien. Vor dem Haus hatten wir eine geräumige Veranda. Von hier aus konnten wir direkt durch ein kleines Tor zum Strand. Türchen auf und man steht direkt im hellen, weichen Sand unter Kokospalmen. Nach einem Tee und Obst packten wir aus und gingen zum Strand. Erst kurz ins Wasser und dann in die Hängematten zwischen den Kokospalmen. Wir entdeckten die Möglichkeit, auch hier im Hotel eine Massage zu bekommen. Ich entschloss mich nochmal zu einer Ajurveda-Massage von 90 Minuten. Der Masseur kam aus dem nahegelegenen Dorf ins Hotel. Lukas wollte einfach nur faul rumliegen und entspannen. Kein Wunder, nach den letzten Tagen. Außerdem hatten wir hier eine hervorragende WLAN-Verbindung, so dass Lukas die bisher gemachten Fotos und Videos nun fertig hochladen konnte.
Als ich von der Massage zurückkam, das Hotel hatte hierfür gegenüber unseres Bungalows extra eine kleine Hütte eingerichtet, zog in der Ferne wieder ein Gewitter auf. Es war aber noch Zeit, den Sonnenuntergang am Strand anzuschauen. Es fasziniert mich immer wieder, wie schnell es im Süden nach Sonnenuntergang dunkel wird. Zurück auf unserer Veranda, war schon der Tisch für uns beide gedeckt. Es gab frisch gefangenen Fisch mit verschiedenen Beilagen. Gutes Essen, das Rauschen der Brandung und ein leichter Regen, der aufs Vordach trommelte. Was will man mehr.
An diesem Abend kümmerte ich mich zum ersten Mal seit der Ankunft in Indien wieder um die Weltnachrichten. Dank der guten Internetverbindung war auch ein Skypeanruf nachhause möglich. Nachdem wir für die Nacht mit Getränken versorgt wurden, gingen wir im Dunkeln noch am Strand spazieren.

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20140529-185525-68125202.jpgHier gehts direkt zur Beachsymphoni

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