Rückflug

Sonntag, 27. Oktober 2013

Pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt wurden wir vom Repräsentanten von Enchanting India abgeholt und zum Flughafen gebracht. Leider durfte er selbst den internationalen Flughafen nicht betreten. Auch unsere Zugangsberechtigung wurde kontrolliert. Problem, die Flugnummer war geändert worden. und wir waren darüber nicht informiert. Zunächst wollte man uns nicht in den Flughafen lassen. Erst nach einigen, irgendwann nicht mehr so freundlichen Diskussionen, wurde jemand von Qatar Air herbeigeholt und bestätigte, das wir tatsächlich auf der Passagierliste standen. Endlich im Flughafen checkten wir bei Qatar Air ein. Hier vergass man, meinen Stock als Handgepäck zu markieren, was dann später noch zu Schwierigkeiten führte. Danach tauschten wir unsere Rupien zurück in Euro. Die nachfolgenden Kontrollen standen denen bei meiner Ausreise aus Israel in nichts nach und waren die unangenehmsten und unfreundlichsten Sicherheitskontrollen, die ich je an einem Flughafen erlebt habe. Blindenstöcke kannte man hier offenbar überhaupt nicht. Auch dass ich, fast nichts sehe, und den in Zeichensprache gegebenen Anweisungen nicht sofort folgen konnte, kapierten die unfreundlichen Herren nicht. Nachdem endlich geklärt war, welche Bedeutung mein weißer Stock hatte, bekam der endlich seinen Aufkleber. Dann wurde ich aufgefordert mein Handgepäck zu öffnen. Man hätte etwas spitzes entdeckt, in der Form eines Kugelschreibers. Ich ließ also in meine Tasche schauen. Da war natürlich nichts. Ich räumte alles wieder ein, um für den nächsten herbeigerufenen Bediensteten das Ganze noch mal auszupacken. Der Dritte gab dann die Anweisung, die Tasche noch einmal zu durchleuchten. Natürlich fand man nichts. Das Ganze ging insgesamt recht unfreundlich und zum Schluß auch etwas lauter zu. Ich habe schon viele Kontrollen an Flughäfen passiert. Einmal sollte ich sogar meine Braillezeile in Betrieb nehmen und deren Funktion demonstrieren. Alles kein Problem, wenn es freundlich abläuft. Schließlich machen die Leute einen wichtigen Job. Das hier war aber Schikane. Ich gewann den Eindruck als hätte man alle unfreundlichen Menschen Keralas in diesen internationalen Flughafen gesteckt.
Nach den Kontrollen trafen wir noch unsere Delegation aus Hamburg und verbrachten mit ihnen die Zeit bis zum Bording. Der letzte Tee auf indischem Boden.
Über den Rückflug gibts nicht viel zu berichten. Der Flug von Tiruvanantapuram nach Doha war genauso chaotisch, wie beim Hinflug. Der Umstieg klappte ohne Probleme . Lukas‘ Orientierungsvermögen ist super und die Kabinencrew von Doha nach Frankfurt war wieder sehr professionell. Ich frage mich, wie dieser Unterschied sein kann. Gegen 13.00 Uhr deutscher Zeit landeten wir in Frankfurt. Lukas hatte mir den Landeanflug detailliert beschrieben. Meine Frau holte uns am Flughafen ab. Ich freute mich darauf, die restliche Familie wieder zu sehen. Wir brauchten aber einige Tage, von dieser unvergesslichen Reise wieder auf Deutschland umzuschalten.

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